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Camping De Kérantérec : Crtb Ad2113 Derennes Yannick

Die Glénan-Inseln

Die Glénan-Inseln: ein Ort der Ruhe

„Die Traditionen sagen uns sogar, dass die neun Inseln von Glénan einst eine beachtliche Insel waren: Ihre Zerstörung durch die Wellen des Meeres ist ein geologisches Werk, das die Einheimischen miterlebt haben müssen.“ Élisée Reclus¹

Der Glénan-Archipel und seine Inselkette vor der Küste des Pays Fouesnantais sind eines der absoluten Highlights des südlichen Finistère und bieten ein märchenhaftes Spektakel. Ein Ort des Friedens und der Stille inmitten des Ozeans erwartet Sie hier.  Die Glénan-Inseln erstrecken sich fast zwanzig Kilometer vor der Küste von Concarneau. Die Hauptinseln sind Bananec, Cigogne, Le Drennec, Giautec, Guiriden, Loc‘h, Penfret, Quignénec und Saint Nicolas. Sie sind kreisförmig angeordnet und bilden in ihrer Mitte eine Art kleines Binnenmeer, das „La Chambre“ (die Kammer) genannt wird. Im Sommer erinnert das kleine Binnenmeer mit seinem türkisfarbenen Wasser an eine tropische Lagune und selbst die Strände vor Ort versprühen einen Hauch von Exotik. Sie bestechen mit weißem Sand und klarem oder türkisfarbenem Wasser – beinahe wie an den malerischen Küsten der Südsee. Das Weiß des Sands ist auf einen hohen Anteil an Maerl, einer kalkhaltigen Ablagerung aus feinem Kies und Algenschutt, zurückzuführen.

Hier bietet sich Ihnen mitten im Südfinistère der perfekte Ort für Segelliebhaber und leidenschaftliche Taucher. Verschiedene Wassersport-Schulen befinden sich auf den Inseln Fort Stork und Saint-Nicolas. Ein kleines Paradies, nur eine Stunde vom Meer und wenige Kilometer vom Südfinistère entfernt.

Denkmalgeschütztes Paradies im Finistère

Im Jahr 2004 wurden die Inseln als Natura-2000-Gebiet eingestuft, weil sie eine große Anzahl natürlicher Lebensräume und gefährdeter Pflanzen- und Vogelarten in Europa beherbergen. Im Jahr 2007 wurde der ursprüngliche Umfang des Natura-2000-Gebiets auf das Meer erweitert, um Vögel und Meeressäuger sowie den unglaublichen Reichtum des Meeresbodens, der die Inseln umgibt, zu erhalten. Heute umfasst das Natura-2000-Gebiet des Glénan-Archipels fast 500 km² Meeres- und Inselgebiete, von der Küste von Fouesnant bis etwa 15 Kilometer südlich der Inseln. Das Gebiet beherbergt etwa 140 Vogelarten, von denen 71 zu den in Europa geschützten Natura-2000-Arten gehören. Einige dieser Arten können das ganze Jahr lang beobachtet werden. Andere sind Zugvögel und besuchen die Region nur für einen Teil des Jahres.

Für sie alle sind die Glénan-Inseln und der angrenzende Meeresraum eine Oase des Friedens, um Nahrung zu finden, auszuruhen oder zu brüten. Die Inseln sind auch für die Glénan-Narzisse berühmt, einer 1803 identifizierten endemischen Pflanze, die damals im gesamten Archipel vorkam. Diese Unterart ist im Zuge des landwirtschaftlichen Niedergangs der Inseln weiter zurückgegangen: Die Narzisse wächst in kurzem Gras und die abnehmende Viehzucht hat zum Entstehen von buschigen Mooren geführt. Bereits 1924 war die Narzisse beinahe vollständig verschwunden. 1974 wurde auf Initiative der bretonischen Naturschutz- und Forschungsgesellschaft ein Teil der Insel Saint-Nicolas als Naturschutzgebiet eingestuft und der Zugang durch einen Zaun verboten. Der heutige Archipel ist extrem zerklüftet – so sehr, dass seine Oberfläche schwer zu berechnen ist, da Seekarten nicht alle Riffe abbilden können. Bei Flut kann die „Kammer“ zu Fuß durchquert werden und wird zu einem echten Paradies für Strandfischer, die hier Abalone, Muscheln und andere Schalentiere sammeln.

Tägliche Verbindungen nach Glénan werden am Hafen Port-la-Forêt von der Gesellschaft Vedettes de l‘Odet angeboten. An Bord der Glenn, der Rivage, der Capitaine Némo oder der Aigrette stechen Sie in See und erkunden die Inselkette.   Auf dem Campingplatz Kérantérec bieten wir Ihnen an unserer Rezeption verschiedene Angebotspakete.

¹ Élisée Reclus, vollständiger Name Jacques Élisée Reclus, geboren in Sainte-Foy-la-Grande (Gironde) am 15. März 1830 und gestorben in Thourout, Belgien, am 4. Juli 1905, war ein libertärer Geograph. Freie Übersetzung des französischen Zitats.